München, 19. November 2020

HITZLER INGENIEURE erfolgreich im Kultur- und Forschungsbereich: Das Ingenieurbüro begleitet nunmehr seit mehr als drei Jahren das neue Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz als Projektsteuerer – jetzt war Spatenstich für den Neubau des Museums

HITZLER INGENIEURE Berlin wurde mit den Leistungen der Projektsteuerung des Neubaus Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz beauftragt. Die derzeit in mehreren Gebäuden im Stadtgebiet Görlitz befindlichen Senckenberg-Außenstellen werden zukünftig an einem zentralen Standort in einem neuen Forschungsinsti-tut mit Museumskomplex untergebracht. Am 20. Oktober erfolgte nun der erste Spatenstich für den Neubau, der an das historische Museumsgebäude in der Görlitzer Innenstadt anschließen soll.

Senckenberg_Schaufel
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Große Freude in Görlitz: Am 20. Oktober erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Senckenberg Museums für Naturkunde.
© Jacqueline Gitschmann, SMNG

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz besteht derzeit aus einem Haupthaus mit Ausstellungs- und Öffentlichkeitsbereich sowie aus verschiedenen Forschungs- und Wissenschaftsabteilungen, die in mehreren im Stadtgebiet Görlitz verteilten Gebäuden untergebracht sind. „Diese Bestandsgebäude entsprechen schon lange nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Wissenschaftsstandort für Forschungsarbeit“, erklärt der zuständige Projektsteuerer von HITZLER INGENIEURE Berlin, Matthias Neukirchner. „Zudem weisen die Gebäude zum Teil erhebliche bauliche, funktionale und strukturelle Mängel auf, die eine Sanierung der Häuser wirtschaftlich ausschließen.“ Aus diesem Grund hat der Freistaat Sachsen beschlossen, mit einem neuen Forschungs- und Ausstellungsgebäude die Sammlungen, Labore und Wissenschaftsbereiche an einem Standort konzentriert unterzubringen. Im innerstädtischen Bereich unmittelbar gegenüber des Bahnhofs Görlitz ist daher jetzt ein einzigartiger Gebäudekomplex geplant, der allen möglichen Anforderungen für zeitgemäße wissenschaftliche Forschungsarbeit entspricht und der Platz für die umfangreichen Sammlungen bietet. Dieser wird später unterschiedlichste Einrichtungen, von Mikrobiologielaboren über Werkstätten und naturkundliche Sammlungen für rund 6,5 Mio. Exponate bis hin zu Verwaltung, Versammlungsräumen, einer Mensa und einem 500 m2 großen Versuchsgarten in der Außenanlage beherbergen. Einzelne Bereiche wie die geplante Bibliothek, der Vortrags- und Lesesaal sowie die Mensa sollen künftig öffentlich zugänglich sein. Das bisherige Haupthaus des Museums wird voraussichtlich auch weiterhin für Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.

Das Team von HITZLER INGENIEURE Berlin freut sich sehr über diese tolle Aufgabe. Es werden aber auch zahlreiche Herausforderungen gesehen. So spielt beispielsweise das Thema Denkmalschutz eine wesentliche Rolle: Einige auf dem Grundstück des neuen Museumstandorts stehende denkmalgeschützte Objekte müssen einer neuen Nutzung zugeführt und funktionell und gestalterisch optimal in das neue repräsentative Gebäudeensemble integriert werden. Auch baulogistische Herausforderungen werden aufgrund der Innenstadtlage zu lösen sein. Ergänzend dazu folgen aus der Lückenbebauung vielfältige Abstimmungen mit Nachbarn.

Weitere Besonderheiten sind die hohen Anforderungen an Gebäude und Technik zum Schutz der einzigartigen Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde durch eine zonale Raumklimatisierung für die Sammlungs- und Laborbereiche mit zehn verschiedenen Lüftungsanlagen und eine Leckage-Ortung zum Schutz vor Regenwasser sowie die Auflagen für Forschungszentren und Laborgebäude mit den dazugehörigen Sicherheitsvorkehrungen.

Schon zu Beginn des Projekts im Jahr 2017 fand auf dem Gelände an der Görlitzer Bahnhofstraße/Jacobstraße unter Begleitung von Hitzler Ingenieure die vorgezogene Baufeldfreimachung statt. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Abbruch- und Notsicherungsmaßnahmen, die aufgrund der maroden Bausubstanz notwendig wurden. Zudem wurde das Stallgebäude Haus E zurückgebaut und die Fassade nach Denkmalschutzanforderungen für den späteren Wiedereinbau eingelagert.

Seit 2019 ist die Entwurfsunterlage Bau abgeschlossen, und alle bisher erforderlichen Genehmigungen einschließlich der Abstimmungen mit den angrenzenden Nachbarn sind ebenfalls beendet. Federführend wurde das Projekt bis dahin durch Michael Rabe und Phuong Do betreut. Anschließend erfolgte die Übergabe an Matthias Neukirchner, der nunmehr die Projektbetreuung aus Berlin leitet. Derzeit erfolgt die Planung der Bauausführung, und es konnten bereits die ersten Bauleistungen ausgeschrieben werden. Dabei gelang es allen Projektbeteiligten, trotz der weiterhin bestehenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, dem straffen Zeitplan zu folgen. Ende Oktober erfolgte nun der offizielle Spatenstich für die Hauptbauphasen. Parallel dazu erfolgen bereits die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Haus D. Im Dezember beginnen die Bohrpfahlgründungen, um den wenig tragfähigen Baugrund an den Nachbargebäuden zu überbrücken. „Die Leistungsphase 8 startet jetzt richtig durch, und es folgen immer mehr Leistungen in die Bauausführung – endlich“, freut sich Matthias Neukirchner.

Die Fertigstellung der Baumaßnahmen für den Neubau des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz ist für 2023 geplant. Die Baukosten für das Sammlungs- und Forschungsgebäude für mehr als 200 wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden und Studenten liegen bei circa 60 Mio. Euro.

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